Mit der Agfamatic 2008, einer Pocketkamera, begann mein Interesse an der Fotografie. Das war 1976 und ich hatte den Fotoapparat zu meinem achten Geburtstag erhalten. Später bekam ich die ,alte‘ Spiegelreflexkamera meines Vaters, eine Praktika, und fotografierte überwiegend auf Diamaterial.
Nach meiner Zivildienstzeit jobbte ich in der Verwaltung eines Portraitfotografen mit Einzelhandel und leistete mir zu diesem Zeitpunkt meine erste SLR mit Autofocus - eine Canon EOS 1000. Zu dieser Zeit war ich auch erstmals auf der Photokina, der Fachmesse für Fotografie.
Als ich während meines BWL-Studiums (Bau) ein Angebot bekam, eine Lehre als Werbefotograf mit Lehrzeitverkürzung zu absolvieren, griff ich 1993 zu.
Die Fotografie hat sich seit damals komplett geändert: Im professionellen Bereich ist das analoge Arbeiten fast vollständig verschwunden - sicherlich gibt es noch den einen oder anderen Kollegen, der damit arbeitet aber im Bereich Werbung sucht man danach vergeblich. Der Zeitfaktor ist das eine, aber auch eine höhere Sicherheit aufgrund der sofortigen Verfügbarkeit und Kontrolle der Bilder ist ein Vorteil. Was vormals mit unzähligen Polaroids probebelichtet wurde lässt sich heute sofort am LCD-Bildschirm beurteilen, Agenturen und Kunden können online ins Shooting ,einbezogen‘ werden und Korrekturwünsche werden sofort umgesetzt.
Ich sehe meinen Beruf als Handwerk und als künstlerisch, kreatives Arbeiten. Ich arbeite im vorgegebenen Budget, zuverlässig und im gesteckten Zeitrahmen. Eine meiner größten Stärken ist sicherlich das Organisieren von Shootings, wobei auch das spontane Improvisieren vor Ort dazu gehört.
Aus diesem Verständnis heraus entstehen meine Aufnahmen. Und um meine Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vertiefen und auf den neuesten Stand zu bringen, absolvierte ich 2010 einen Meisterlehrgang in Kiel und legte vor der Handwerkskammer Flensburg den Meistertitel im Fotografenhandwerk ab.